HCT und Hautkrebs
Jahrelang war das HCT das meist verschriebene Diuretikum zur Blutdrucksenkung, es ist in vielen Kombinationspräparaten enthalten.

Misst du den Luftdruck in deinen Autoreifen bevor du in den Urlaub fährst? Super! Mit zu hohem Reifendruck fühlt sich die kleinste Bordsteinkante an wie eine Geröllhalde. Du rutschst in den Kurven. Ein Schlagloch und etwas Pech genügen, und der unter Druck stehende Reifen könnte platzen.
Misst du deinen Blutdruck? Nein? Dein Blutdruck sagt uns, wie viel Druck auf den Wänden deiner Arterien lastet. Wenn dieser Druck zu hoch ist, verdickt sich dein Herzmuskel, er wird groß und steif, weil er gegen den hohen Druck anpumpen muss. Die feinen Filtergefäße in der Niere werden durch den Druck beschädigt. Über die Jahre kann die Hauptschlagader sich durch unbehandelten hohen Blutdruck auf über das Doppelte aufdehnen. Das Heben eines Vierzig-Kilo-Sacks Beton und etwas Pech genügen dann, und die unter Druck stehende Ader könnte platzen.
Das Gefährliche daran: Oft bemerken wir den hohen Blutdruck nicht einmal. Deshalb sollten wir das Blutdruckmessen wie das Zähneputzen in unsere Gesundheitsroutine aufnehmen!
Ein gute Blutdruckeinstellung verhindert Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenschwäche und gefäßbedingte Demenz! Du kannst den Risikofaktor einfach ausschalten!
Nicht nur du profitierst davon gesund zu bleiben, auch deine Familie! Verbinde dein Blutdruckmessgerät mit einer Mess-App, die dich erinnert und motiviert und spielerisch Spaß macht. Oder integriere das Messen in deine Wellness-Routine und kombiniere es mit etwas Angenehmem.
2. Was du zum Blutdruckmessen brauchst
Wenn du bei dir selbst messen möchtest funktioniert ein automatisches Oberarmmessgerät am besten. Die Geräte fürs Handgelenk sind nicht so genau.
Wichtig ist, dass du ein gutes Gerät verwendest. Lass dich in deiner Apotheke oder in einem Sanitätshaus beraten.
Die Hochdruckliga veröffentlicht ebenfalls eine Liste mit geprüften Oberarm-Blutdruck-Messgeräten. Du findest die Liste hier.
Wir sind alle verschieden und das ist gut so! Und unterschiedlich sind auch unsere Oberarme.
Eine zu kleine Manschette kann bei einem kräftigen Oberarm Werte bis 20 mmHg über dem wahren Wert anzeigen!
Lass dich beim Kauf am besten in einem Sanitätshaus oder einer Apotheke beraten, dort wird immer der Armumfang gemessen und du erhältst ein Gerät das optimal zu dir passt.
Du kannst auch mit einem Massband den Oberarmumfang an der breitesten Stelle messen und dir eine passende Manschette besorgen.
1. Entspannen! Bevor du überhaupt an den Start gehst, setz dich 4 Minuten hin und entspanne dich. Stell dir vor, du bist im Urlaub am Strand – Keine Nachrichten, keine Arbeits-Emails und auch keine spannenden Serien. Keinen Kaffee, keine Zigarette und kein "Nur mal kurz die Treppe hochlaufen" in dieser Zeit, okay?

2. Auf die Plätze, – aber bitte sitzen bleiben! Setz dich auf einen Stuhl mit Rückenlehne. Deine Füße sollten flach auf dem Boden stehen und nicht baumeln oder übereinander geschlagen sein. Lehn dich entspannt zurück und leg deinen linken Arm auf einem Tisch ab (oder auf einer Armlehen, wenn dein Stuhl eine hat), sodass er auf Herzhöhe liegt.
3. Manschette anlegen! Jetzt wird's ernst: Leg die Manschette deines Blutdruckmessgeräts um deinen linken Oberarm. Sie sollte etwa 2-3 cm über der Armbeuge sitzen und fest, aber nicht zu eng anliegen. Stell dir vor, es ist eine sanfte Umarmung für deinen Arm. Manche Manschetten zeigen mit einem Streifen, wo die Manschette über der Armarterie liegen sollte.
4. Knöpfchen drücken und durchatmen! Nun kommt der spannende Moment: Drück den Startknopf und warte, bis das Gerät seine Arbeit tut. Es wird ein bisschen drücken – keine Sorge, das ist normal! Atme ruhig und sanft, während die Manschette sich aufbläst und der Druck gemessen wird. Aber nicht sprechen, und ruhig sitzen bleiben.
5. Das Ergebnis: Alles im grünen Bereich? Wenn das Gerät piept und die Zahlen auf dem Display erscheinen, hast du es geschafft! Schau dir den oberen Wert (systolisch) und den unteren Wert (diastolisch) an.
Dein Blutdruck sollte nicht über 135/85 mmHg liegen. Alles über Blutdruckzielwerte findest du hier
1. Du misst mit einem Handgelenksgerät, einer Smartwatch oder einem Fitnessgerät.
Das ergibt oft falsche Werte!
Lösung: Ein gutes, automatisches Oberarmblutdruckmessgerät besorgen, dass zu deinem Oberarm passt!
2. Du erschrickst über hohe Werte, weil du die 4-Minuten Ruhepause nicht eingehalten hast und eigentlich einen "Belastungs-Blutdruck" misst.
Lösung: Hinsetzten, Nachrichten aus, einmal kurz entspannen und dann noch einmal messen!
3. Du hast während der Messung gesprochen, dich bewegt, oder der Fernseher oder Musik ist extrem laut an.
Das Gerät misst dann nicht deine Pulsschwingungen, sondern deine Bewegung oder die Schwingungen der lauten Töne. Die Messung könnte Quatsch sein!
Lösung: Ganz ruhig sitzen und einen Moment still sein!
4. Die Manschette ist zu klein für deinen Oberarm.
Das ergibt zu hohe Blutdruckwerte!
Lösung: Achte darauf, dass die Manschette zu deinem Oberarmunfang passt. Lass dich beim Kauf in einer Apotheke oder Sanitätshaus beraten, oder messe deinen Oberarmumfang mit einem Maßband aus!
5. Die Manschette sitzt nicht korrekt über der Arterie.
Lösung: Die Oberarmarterie verläuft auf der Oberarminnenseite. Viele Messgeräte haben eine Markierung, die über der Arterie liegen soll. Drehe die Manschette so, dass die Markierung korrekt liegt.


6. Die Manschette ist bei der Messung nicht auf Herzhöhe.
Lösung: Während der Blutdruckmessung bitte keinen Handstand machen. Wenn du flach liegst, oder sitzt und den Arm auf einem Tisch ablegst, ist der Oberarm meist auf Herzhöhe.
7. Die Manschette wurde zu locker angelegt.
Lösung: Die Manschette fest ziehen, so dass kein Finger mehr dazwischen passt, aber den Arm auch nicht quetschen. Mit Gefühl festziehen und den Klettverschluss festmachen.
8. Deine hochgeschobene Kleidung drückt auf die Schlagader.
Das kann zu falsch niedrigeren Messwerten führen.
Lösung: Nichts darf drücken. Rutsche aus dem Pulloverärmel heraus, statt ihn hochzuschieben. Der Oberarm sollte unbekleidet sein.
9. Du bist sehr aufgeregt bei der Messung
Das kann zu falsch hohen Werten führen.
Lösung: Messe insgesamt drei Mal. Versuche ruhig dabei zu bleiben und an etwas Schönes zu denken. Verwende die erste Messung nicht. Schreibe nur die zweite oder dritte Messung auf. Mit der Zeit wirst du dich wahrscheinlich daran gewöhnen.
Selten gibt es auch Menschen, denen der Hausarzt empfiehlt den Blutdruck nicht selbst zu messen. Wenn dich die Messung sehr stresst und dir die Ergebnisse Angst machen sprich mit deinem Hausarzt darüber, welche Strategie für dich die beste ist. Vielleicht ist es dann sinnvoller, wenn in der Arztpraxis gemessen wird.
Die mehrfach Messung sollte jeder ausprobieren. Halte eine Pause von 90 Sekunden zwischen den Messungen ein. Sinkt der Blutdruck im Verlauf, dann schreibe nur die zweite und dritte Messung auf.
Jahrelang war das HCT das meist verschriebene Diuretikum zur Blutdrucksenkung, es ist in vielen Kombinationspräparaten enthalten.
Sollte mit einem Medikament oder mit einem Kombinationspräparat (aus Calciumantagonisten und ACE-Hemmer, oder Calciumantagonist und Sartan) eine Blutdruckeinstellung nicht gelingen, sollte bei Frauen eine Wassertablette zusätzlich begonnen werden. Auch bei stark schwankenden Blutdrucktabletten reicht oft der Hauch einer Wassertablette um die...
Als weitere Substanzgruppe, die sich gut sowohl mit ACE-Hemmern, als auch mit Sartanen kombinieren lässt gibt es die Calciuamantagonisten, die die Gefäße weitstellen und so den Blutdruck senken. Am meisten wird Amlodipin verwendet, aber auch das Lercanidipin. Als harmlose Nebenwirkung führt das Weitstellen der Gefäße manchmal zu Wassereinlagerungen...