Fette verstehen
Gesunde Fette sind ein wichtiger Bestandteil einer herzgesunden Ernährung. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Öle und Fette sinnvoll sind und worauf du beim Einkauf achten solltest.
In diesem Artikel geht es ausnahmsweise nicht um zu hohen Blutdruck.
Sondern um das Gegenteil: zu niedrigen Blutdruck.
1. Wann niedriger Blutdruck wirklich ein Problem ist
2. Warum gerade Frauen häufiger betroffen sind
3. Was hinter typischen Beschwerden steckt
4. Was dir im Alltag konkret hilft
5. Wann du zum Arzt gehen solltest
6. Wenn du es genauer wissen möchtes

Du springst morgens aus dem Bett.
Gehst ins Bad.
Und plötzlich wird dir schwindelig.
Für einen kurzen Moment wird alles grau.
Du hältst dich am Waschbecken fest.
Und denkst:
"Was war das denn jetzt?"
Oder:
Du stehst im Supermarkt an der Kasse.
Es ist warm, stickig.
Dein Kreislauf sackt ab.
Dir wird flau.
Du willst einfach nur raus.
Viele Frauen kennen genau diese Situationen.
Und oft steckt dahinter:
niedriger Blutdruck.
Als Orientierung gilt:
unter 100/60 mmHg
Aber viel wichtiger ist:
Hast du Beschwerden – oder nicht?
Denn:
Ein niedriger Wert ohne Symptome ist meist völlig harmlos.
Ein leicht erniedrigter Wert mit Beschwerden kann belastend sein.
Manche Frauen sagen:
"Ich fühle mich wie in Watte."
Das ist kein Zufall.
Frauen haben oft:
Besonders betroffen sind:
Dein Kreislauf ist ein fein abgestimmtes System.
Wenn du aufstehst, muss dein Körper blitzschnell reagieren:
Blut wird gegen die Schwerkraft nach oben gepumpt.
Wenn diese Anpassung einen Moment zu langsam ist:
sackt der Blutdruck kurz ab
das Gehirn bekommt weniger Durchblutung
du wirst schwindelig
Das nennt man:
orthostatische Hypotonie
Und sie ist sehr häufig.
Typische Situationen sind:
morgens im Bad
nachts beim Aufstehen
langes Stehen (z. B. beim Warten)
Hitze im Sommer
volle, stickige Räume
nach dem Essen
Viele Frauen merken:
"Es kommt immer in den gleichen Momenten."
Und genau das ist wichtig.
Wenn dir schwindelig wird:
1. Setz dich sofort hin oder geh in die Hocke
2. Wenn möglich: Beine hochlegen
3. Tief und ruhig atmen
Ein kleiner Trick:
Beine anspannen oder überkreuzen
Das hilft, das Blut zurück zum Herzen zu drücken.
In den meisten Fällen wird es innerhalb von Sekunden besser.
Hier geht es nicht um Perfektion –
sondern um kleine, wirksame Veränderungen.
Viele Frauen trinken zu wenig
Ziel:
1,5–2 Liter täglich (bei Hitze mehr)
Tipp:
Starte den Tag direkt mit einem großen Glas Wasser.
Das klingt banal – wirkt aber enorm:
erst aufsetzen
kurz sitzen bleiben
dann aufstehen
Besonders wichtig:
nachts und morgens
Regelmäßige Bewegung stabilisiert den Kreislauf.
Spaziergänge
leichtes Training
Yoga
Dein Kreislauf liebt Bewegung – aber sanft.
Bei niedrigem Blutdruck kann bei Gesunden manchmal etwas mehr Salz helfen.
z. B.:
Aber:
immer individuell abstimmen (meist essen wir alle eher zu viel Salz)
Viele Frauen merken:
Im Sommer wird alles schlimmer
Warum?
Gefäße erweitern sich → Blutdruck sinkt
Deshalb:
Wenn du:
Dann lohnt sich eine Abklärung.
Ziel ist fast immer: Entwarnung.
In den meisten Fällen:
Nein.
Tatsächlich gilt:
Niedriger Blutdruck ist oft sogar gefäßschonend.
Problematisch wird es nur, wenn:
Niedriger Blutdruck ist in den meisten Fällen harmlos – entscheidend ist, dass du deine Beschwerden einordnen kannst und weißt, wann du handeln solltest.
Ich wünsche mir,
dass du deinen Körper besser verstehst. Und nicht erschrickst, wenn dir einmal schwindelig wird.
Sondern weißt: "Ich kenne das – und ich weiß, was mir hilft."
Kleiner Selbsttest für dich:
Wann hat dein Kreislauf zuletzt "Pause gemacht"?
Wenn du magst, schreib es dir einmal bewusst auf –
oder teile es hier.
Hinter jedem Kreislaufproblem steckt eine Geschichte. Nicht nur Zahlen auf einem Messgerät. Sondern Momente im echten Leben. Hier findest du zwei solcher Geschichten und
noch etwas Hintergrundwissen:
Welche ernsthaften Erkrankungen niedrigen Blutdruck verursachen können und was ärztlich bei niedrigem Blutdruck abgeklärt wird.
Hier findest du
Sophias Geschichte: Hypotonie bei einer gesunden, jungen Frau
Heides Geschichte: Niedriger Blutdruck trotz Bluthochdruck?
Wenn der niedrige Blutdruck von einer anderen Erkrankung kommt
was der Arzt bei niedrigem Blutdruck untersucht
Niedriger Blutdruck und Schwindel bei einer jungen, gesunden Frau
Sophia ist 18.
Kreativ, beweglich, voller Leben. Sie liebt Yoga, gestaltet Logos, lacht viel.
Und dann gibt es diese Momente, in denen ihr Körper einfach abschaltet.
Ohne Vorwarnung. Mitten im Alltag.
Peinliche Situationen
Sophia hat in dem Regionalzug aus Berlin nur einen Stehplatz ergattert. Es riecht nach Schweiß und Bier in dem vollen Abteil. Nach 15 Minuten hört Sophia ein bekanntes Summen in beiden Ohren. Sie bewegt die Unterschenkel hoch und runter. Keine Besserung. Eine leichte Übelkeit kündigt sich an. Sie muss handeln!
Sophia setzt sich auf den dreckigen Boden neben die metallbeschlagenen Springerstiefel des punkigen jungen Mannes neben ihr. Sie lehnt ihren Kopf an die Wand und schließt die Augen einen Moment. Besser! Der Schwindel hatte ihr gesagt, dass sie sonst ohnmächtig werden würde.
Einfach auf den Boden gekracht
Das war ihr einmal bei einem Konzert passiert. Damals kannte Sophia die Vorzeichen noch nicht. Sie war trotz dem Rauschen und dem Schwindel stehen geblieben. Dann verschwamm die Bühne vor Sophias Augen und es wurde schwarz.
Die Security hatte die bewusstlose Sophia zu den Rettungskräften getragen. Sie war mit dem Kinn auf den Betonboden gekracht. Die Wunde benötigte drei Stiche, zum Glück war nichts gebrochen.
Am nächsten Tag hatte ihr Hausarzt den niedrigen Blutdruck als Verursacher der Ohnmacht festgestellt. Bei einer Blutentnahme und einer Untersuchung beim Herzspezialisten wurden andere Erkrankungen ausgeschlossen.
Wenn das Rauschen ertönt, muss Sophia sich in eine sichere Position bringen, hatte der Hausarzt erklärt. Ja, auch wenn sie ein weißes Sommerkleid trägt und der Zugboden dreckig ist. Egal, ob die ältere Damen misbilligend schaut!
An heißen Tagen fühlt sich Sophia sowieso oft wie eine wandelnde Schlaftablette.
Aber was verursacht den niedrigen Blutdruck?
Für Sophia kann es viele Ursachen geben. Bei gesunden Menschen wie ihr kann Hypotonie oft durch einen niedrigen Blutvolumenspiegel oder genetische Veranlagung bedingt sein. Schlanke, junge Frauen sind besonders oft betroffen. Ein kleiner Trost: Der niedrige Blutdruck verliert sich meist, wenn man älter wird.
Sophia hat akzeptiert, dass ihr niedriger Blutdruck gelegentlich Probleme macht. Aber mit ein paar Tricks und Kniffen kann sie ihr Leben trotzdem in vollen Zügen genießen – auch wenn sie sich dabei einmal auf den dreckigen Boden setzen muss.
Heide ist 74 Jahre jung und richtig fit – jedenfalls meistens. Sie liebt Sommersonne, ihre Gartenlaube und Zitroneneis.
Seit 25 Jahren nimmt sie Blutdruckmedikamente ein.
Sommer, Sonne, Schwindel:
Aber mit den warmen Temperaturen im Sommer bemerkte Heide letztes Jahr, dass ihr öfter schwindelig wird, besonders wenn sie nach einem ausgedehnten Sonnenbad vom Liegestuhl aufsteht. Und nicht nur das, sie fühlte sich manchmal so müde, dass sie den Mittagsschlaf gleich noch um eine Stunde verlängerte. Als sie den Blutdruck misst liegt der bei 95/60mmHg!
Ursachen für Heides Hypotonie im Sommer:
Die Hitze sorgt dafür, dass sich Heides Blutgefäße erweitern, was den Blutdruck zusätzlich senkt.
Heide hat gelernt, ihren Blutdruck selbst im Blick zu behalten. Wie mit dem Hausarzt abgesprochen, reduziert sie inzwischen in der warmen Jahreszeit eigenständig die Blutdruckmedikation. Der regelmäßige Check beim Hausarzt und ein paar Vorsichtsmaßnahmen sorgen dafür, dass sie die warmen Monate in der Gartenlaube trotzdem genießen kann – ohne dass der Kreislauf aus der Bahn gerät.
Sportler
Nein Sportler sind nicht krank. Aber:
Niedriger Blutdruck kann bei sportlich trainierten Menschen normal sein und macht dann meistens keine Probleme.
Infekte
Auch Infekte führen oft zu niedrigeren Blutdruckwerten. Besonders häufig tritt eine Hypotonie bei einem Magen-Darm-Infekt auf, wenn wir Flüssigkeit verlieren und weniger Flüssigkeit in den Blutgefäßen vorhanden ist (Hypovolämie).
Herz
Selten ist eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und sehr selten eine Wasseransammlung im Herzbeutel (Perikarderguss) die Ursache für den niedrigen Blutdruck.
Hormonstörungen
Auch Hormonstörungen können einen niedrigen Blutdruck verursachen, zum Beispiel bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Sehr selten ist eine Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison), die mit weiteren Symptomen und veränderten Laborwerten einhergeht.
Erkrankungen des Nervensystems
Auch Erkrankungen des Nervensythems können manchmal, wie z.B. bei Morbus Parkinson zu schwankenden und auch niedrigen Blutdruckwerten führen.
Einnahme bestimmter Medikamente
wie Blutdrucksenker, Wassertabletten oder Medikamente gegen Depression können manchmal niedrigen Blutdruck bedingen
Zunächst erhebt der Arzt eine genaue Krankengeschichte, fragt nach den aktuellen Beschwerden und Vorerkrankungen.
Dann folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der der Blutdruck an beiden Armen gemessen wird.
Bei dieser Untersuchung misst ein Gerät tagsüber alle 15 Minuten und nachts alle 30 Minuten den Blutdruck. So erhält man einen umfassenden Überblick über die Durchschnittswerte sowie über Ausreißer nach oben oder unten.
Im EKG wird nach Rhythmusstörungen gesucht. Wenn Rhythmusstörungen als Ursache eines Blutdruckabfalls vermutet werden, wird auch ein Langzeit-EKG durchgeführt.
Mit dem Herzultraschall kann der Arzt eine Herzschwäche ausschließen und überprüfen, ob das Herz bei jedem Schlag genug Blut auswirft. Klappenfehler und angeborene Herzerkrankungen können ebenfalls ausgeschlossen werden. Auch wird nach Wasser im Herzbeutel gesucht, das die Herzarbeit behindern könnte. Schließlich wird der Blutdruck im Lungenkreislauf abgeschätzt.
Bei der Belastungsuntersuchung wird die aktuelle Leistungsfähigkeit bestimmt und der Blutdruck sowie die Herzfrequenz unter Belastung und in der Erholungsphase gemessen.
Beim Schellong-Test werden Blutdruck und Puls im Liegen und nach dem Aufstehen gemessen. Auffällig wäre ein starker Blutdruckabfall nach dem Aufstehen.
In einem Abschlussgespräch informiert der Arzt über die Befunde und gibt Tipps zum Umgang mit dem niedrigen Blutdruck im Alltag, oder informiert welche weiteren Untersuchungen empfehlenswert sind.
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