HCT und Hautkrebs
Jahrelang war das HCT das meist verschriebene Diuretikum zur Blutdrucksenkung, es ist in vielen Kombinationspräparaten enthalten.
Wo sollten deine Blutdruckwerte liegen? Welche Schwankungen sind normal und wann sollte man handeln?

Im August 2024 hat die europäische Gesellschaft für Kardiologie eine neue Einteilung der Blutdruckwerte herausgegebn und einen neuen Zielwert definiert.
Bei leicht erhöhtem Blutdruck, also Werten zwischen 120-139/70-89 mmHg wird folgende Risiko-Abschätzung in 4 Schritten für die Therapieentscheidung empfohlen wird. Du kannst das nur überfliegen, dein Arzt wird das alles berücksichtigen in seiner Beratung.
Für Menschen die Blutdruckmedikamente nehmen und die wegen erhöhtem Blutdruck überwacht werden lautet der Zielwert 120-129mmHg systolisch.
Bei manchen Patienten, insbesondere bei älteren Menschen oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen, können auch höhere Zielwerte angebracht sein. Dein Arzt hilft dir, die richtigen Werte für dich zu bestimmen.
"Ihr Blutdruck liegt bei 230/110 mmHg," sagt Schwester Katrin zu Markus und lächelt dabei ganz entspannt. Hilfe! Hat Markus gerade eine Reise in die Notaufnahme gebucht? Wieso tut Schwester Katrin nichts? Ist das nicht viel zu hoch?
Nein, Markus hat gerade seine Fahrradbelastungsuntersuchung beendet. Ach so! Kein Wunder, dass der Blutdruck da kurzzeitig durch die Decke schießt – all die arbeitenden Muskeln müssen mit Blut versorgt werden, unter Belastung ist ein Blutdruckwert von 230/110 völlig normal. (Hier findest du Information zur Blutdruckkrise, und Informationen, was du machen kannst, wenn zu hohe Blutdruckwerte in Ruhe Beschwerden machen)Auf der anderen Seite der Stadt sitzt Manuela und starrt mit leichtem Entsetzen auf ihre Blutdruckwerte der letzten Nacht: 70/40 mmHg. "War ich da halb tot?" fragt sie und schielt ängstlich auf den Hausarzt, der gerade die Einzelmesswerte ihres 24-h-Blutdruckuntersuchung vor sich liegen hat. Doch der winkt ab: "Keine Sorge, das ist nur Ihr Blutdruck im Tiefschlaf – da lässt der Körper auch mal locker."
(Hier findest du Informationen, wenn zu niedrige Blutdruckwerte im Alltag Probleme machen).
Dein Blutdruck ist kein starrer Wert – er verändert sich im Laufe des Tages. Du bist ja ein lebendiger Mensch!
Schon kurz bevor wir erwachen, steigt der Blutdruck etwas an. Morgens, kurz nach dem Aufstehen, schnellt er dann in die Höhe, um dich für den Tag fit zu machen. Mittags fallen die Werte dann etwas ab. Im Laufe des Nachmittags bis zum Abend steigt er wieder. Am späteren Abend und besonders nachts, wenn du im Land der Träume unterwegs bist, sinkt der Blutdruck dann wieder deutlich ab.
In einem evolutionären Prozess hat sich der menschliche Körper an den Wechsel von Tag und Nacht angepasst. Zahlreiche körperliche Vorgänge sind an einer 24-Stunden-Periodik ausgerichtet. Dieser natürliche Rhythmus ist wichtig, denn dein Herz und deine Gefäße fühlen sich am wohlsten, wenn du dich tagsüber genügend bewegst und den Kreislauf auch mal richtig in Schwung bringst und wenn der Blutdruckabfall nachts dem Körper Zeit für Regeneration schenkt.
Ich hoffe, dass das Verständnis dafür, dass dein Blutdruck kein starrer Wert ist, dir hilft deine Messwerte einordnen zu können.
Mit diesem Verständnis kannst du selbst überlegen, was dir am besten tut: Ein Entspannungsspaziergang, ein Mittagschlaf oder ein Lieblingsbuch zum Ablenken? Oder gar eine Tasse Kaffee und ein großes Glas Wasser, weil deine Blutdruckwerte sehr niedrig sind und du dich schlapp fühlst.
Wenn bei dir ein hoher Blutdruck bekannt ist, profitiert deine Gesundheit davon, wenn du dich mit dem Thema gut auskennst. Davon bin ich überzeugt!
Hoher Blutdruck führt zu zahlreichen Veränderungen an verschiedensten Körperstellen.
Den Herzkranzgefäßen sieht man den hohen Druck am geschlängelten Verlauf an. Wie ein Gartenschlauch der unter Druck steht dehnen und schlängeln sich die Gefäße. Das begünstigt Arterienverkalkung und damit Herzinfarkte.
Einige Gefäße, die zur weißen Masse unseres Gehirns ziehen, sind haarfein. Hoher Blutdruck kann zu Veränderungen führen, die diese dünnen Gefäße undurchlässig machen. Es entstehen Veränderungen in der weißen Substanz (White matter lessions), Veränderungen die zwar irgendwo auch altersassoziiert sind, aber eben auch ein Ausdruck einer Erkrankung der kleinen Blutgefäße. Schwere Veränderungen der weißen Substanz gehen praktisch immer mit einer gestörten Gedächtnisfunktion einher.
Der Augenarzt kann die feinen Blutgefäße am Augenhintergrund direkt sehen. Geschlängelte Gefäße können hier als erstes Zeichen für zu hohe Blutdruckwerte auffallen. Unbehandelt kann Hypertonus zu Sehverschlechterung und sogar zur Erblindung führen.
Einen gewissen Druck brauchen wir in den Nieren, damit die Giftstoffe und Ausscheidungsprodukte mit dem Harn abgepresst und ausgeschieden werden können. Ein zu hoher Druck kann aber diese Filtergefäße bleibend schädigen und zu Nierenschwäche und Dialysepflichtigkeit werden.
Für die Männer: Hoher Blutdruck begünstigt eine erektile Dysfunktion.
Jahrelang war das HCT das meist verschriebene Diuretikum zur Blutdrucksenkung, es ist in vielen Kombinationspräparaten enthalten.
Sollte mit einem Medikament oder mit einem Kombinationspräparat (aus Calciumantagonisten und ACE-Hemmer, oder Calciumantagonist und Sartan) eine Blutdruckeinstellung nicht gelingen, sollte bei Frauen eine Wassertablette zusätzlich begonnen werden. Auch bei stark schwankenden Blutdrucktabletten reicht oft der Hauch einer Wassertablette um die...
Als weitere Substanzgruppe, die sich gut sowohl mit ACE-Hemmern, als auch mit Sartanen kombinieren lässt gibt es die Calciuamantagonisten, die die Gefäße weitstellen und so den Blutdruck senken. Am meisten wird Amlodipin verwendet, aber auch das Lercanidipin. Als harmlose Nebenwirkung führt das Weitstellen der Gefäße manchmal zu Wassereinlagerungen...